Aktuelles vom 29.09.17

AIE-Jahrestagung 2017 in Wien

Die Mitglieder der AIE konferierten in Wien über die Herausforderungen der E-Handwerke auf europäischer Ebene.
Bild: BEAK/WKO

Energie- und Digitalisierungsthemen standen im Mittelpunkt der Jahrestagung 2017 der AIE (Association Européenne de l’installation Electrique).

Die europäische Dachorganisation der Elektrohandwerke hatte ihre Mitglieder vom 20. bis 23. September hierzu nach Wien eingeladen. Gastgeber waren die Kollegen der österreichischen Wirtschaftskammer.

Wie alle zwei Jahre üblich war die Tagung verknüpft mit einer Zusammenkunft mit GCP Europe, dem Verband, der die Interessen der Sanitär- und Heizungstechnik auf EU-Ebene vertritt. Die Vertreter beider Organisationen tauschten sich über die anstehenden Aufgaben und gegenseitigen Anknüpfungspunkte in ihren jeweiligen Branchen aus und nutzten die Gelegenheit, das persönliche Netzwerk zu erweitern.

Fokus auf Energiewinterpaket
AIE-Generalsekretärin Evelyne Schellekens stellte die wichtigsten Aktivitäten der Organisation in den vergangenen zwölf Monaten vor. Ein besonderes Augenmerk galt dabei der Interessenvertretung beim sogenannten Energiewinterpaket der EU-Kommission. Darin geht es um eine bessere Koordinierung nationaler Energiepolitiken sowie um Reformen der Richtlinien für Energieeffizienz und zur Förderung erneuerbarer Energien sowie zum Strommarktdesign. Die AIE begleitet dabei die Einführung eines „Smartness Indicators“, anhand dessen ermittelt werden soll, wie „smart“ ein Gebäude im Sinne von intelligenter Vernetzung ist. Parallel setzt sich die Organisation für eine stärkere Förderung der Elektromobilität ein und begrüßt eine Absenkung des Primärenergiefaktors für Strom auf 2,0. Außerdem forciert die AIE verbändeübergreifende Initiativen zur Elektromodernisierung, um dem sich verschärfenden Problem des Sanierungsstaus zu begegnen.

Digitalisierung und dreistufiger Vertrieb

ZVEH-Vizepräsident Karl-Heinz Bertram wurde von der AIE-Mitgliederversammlung im Amt des Sonderbeauftragten für Kontakte zu Wirtschaftspartnern bestätigt. In seiner Rede ging er auf die Auswirkungen der Digitalisierung auf den dreistufigen Vertrieb ein. Es sei essentiell, dass die Partner entlang der digitalisierten Wertschöpfungskette ihre jeweiligen Stärken ausbauen. Die E-Handwerke benötigten zudem vollständigen Zugang zu Technologien, Software und auch Daten, um den Kunden Vollservice-Angebote machen zu können. Wichtig sei es für die Betriebe, die Eigenständigkeit und Sichtbarkeit zu wahren, damit sie im Markt nicht bloß als Subunternehmer größerer Konzerne wahrgenommen werden. Auch die Geschäftsmodelle müssten sich ändern. Unter anderem sei eine klare Bepreisung von Serviceleistungen, die immer mehr nachgefragt werden, unverzichtbar. Zu guter Letzt müsse ein Schwerpunkt auf die Qualifizierung der Fachkräfte gelegt werden, um mit der Innovationsgeschwindigkeit Schritt halten zu können.

Building Information Modeling

Sowohl in den AIE-internen Diskussionen als auch bei den Gesprächen mit GCP Europe rückte das Thema Building Information Modeling (BIM) in den Fokus. Mit Hilfe dieser Methode werden alle relevanten Bauwerksdaten digital modelliert, kombiniert und erfasst. Da dies sowohl für die E-Handwerke als auch für die GCP-Mitglieder von Bedeutung ist, wurden erste Überlegungen zu einer potenziellen Zusammenarbeit in diesem Sektor erörtert. Die AIE plant, eine Expertengruppe zu bilden, die sich intensiv mit BIM befasst. Ein Kernthema soll der Zugang zu Daten für die Handwerksunternehmen sein.

ZVEH-Präsident Lothar Hellmann äußerte sich zufrieden mit dem Verlauf der Tagung. Er betonte den Wert des Austauschs auf europäischer Ebene: „Für die großen politischen Fragen und Weichenstellungen brauchen wir Europa mehr denn je. Die Energiewende und auch die Digitalisierung machen nicht vor der Haustüre der einzelnen Staaten halt. Daher müssen die europäischen Verbände des Elektrohandwerks auch zukünftig unter dem Dach der AIE eine starke Interessenvertretung bilden.“








Info-Video

 

Neue Energielabel für Raumheizgeräte und Warmwasserbereiter

Auf Kühlschränken oder Waschmaschinen ist es bereits ein vertrauter Anblick, ab 26. September 2015 wird es nun auch für Raumheizgeräte und Warmwasserbereiter eingeführt: das Energielabel.

Link zum Download

 

 

 

 

Neue ZVEH-Broschüre

Zahlen, Daten und Fakten zum ZVEH, inklusive vier Seiten über das neue Führungsteam.

Der Flyer zum Download:

http://www.zveh.de/aktuelles.html

Informationen „Flüchtlinge in der Berufsausbildung“

Flüchtlinge in der Berufsausbildung

ZDH und BMI liefern Infos zur Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt.

Der Flyer zum Download:

http://www.zveh.de/aktuelles.html

Zusatzkosten und Parallelstrukturen vermeiden

Einspeisemanagement für kleine PV-Anlagen unnötig. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat...

NRW-Förderung für Ladeinfrastruktur und für Speicher bei neuen PV-Anlagen

Am 17.10.2017 startete die neue Förderrichtlinie Sofortprogramm Elektromobilität der NRW-Landesregierung, mit dem...

„Bonner Erklärung“ der E-Handwerke
Bild: ArGe Medien im ZVEH

Mit der „Bonner Erklärung“ setzen die E-Handwerke Leitplanken für das Agieren der gesamten E-Branche im Zeitalter der...

Förderung für elektrische Durchlauferhitzer
Bild: Wärme+/Vaillant

Über das Förderprogramm "STEP up! – Stromeffizienzpotentiale nutzen" wird der Austausch alter elektrischer...

 

 

 

 

 

Geben Sie Ihre Logindaten ein

Bitte geben Sie hier Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein welches Sie bei der Registrierung erhalten haben. Danke!



Innung für Elektrotechnik Bonn • Rhein-Sieg
Grantham-Allee 2-8
53757 Sankt Augustin

Telefon:  02241/990-123
Telefax: 02241/990-100
Email: schmeil@khs-handwerk.de  

Öffnungszeiten: 
Mo – Do: 7:30 – 16:30 Uhr

Fr:           7:30 – 12:00 Uhr

» Kontaktformular