Bei einer Podiumsveranstaltung des „Bündnis Gebäudewende“ diskutierten Mitglieder und Abgeordnete rund um Energiewende und GEG-Novelle.
Während Wärmepumpen nach zwei Krisenjahren wieder deutlich stärker nachgefragt werden und insbesondere in Neubauten mittlerweile Standard sind, befindet sich der Heizungsmarkt insgesamt in der Krise. Grund hierfür sind Vorzieheffekte infolge des noch von Robert Habeck erlassenen Heizungsgesetzes. Auch im Bereich „Gebäudesanierungen“ ist noch viel Luft nach oben. Das machte der dena-Gebäudereport deutlich, der vergangene Woche (08.10.) zu Beginn einer Veranstaltung des „Bündnis Gebäudewende“ (BGW) in Berlin vorgestellt wurde. Der ZVEH ist aktives Mitglied in dem Bündnis und war in Berlin durch Dr. Moritz Bonn, Referatsleiter Politik und Volkswirtschaft, vertreten.
Vertreter dreier Parteien
Rund 100 Gäste hatten sich in den Räumen der Bundespressekonferenz eingefunden, um gemeinsam mit Prof. Dr. Andreas Holm, Leiter des Forschungsinstituts für Wärmeschutz e.V. München (FIW München), und dena-Geschäftsführerin Corinna Enders sowie Abgeordneten unterschiedlicher Bundestagsfraktionen die aktuellen Zahlen zum Gebäudebestand und zur Gebäudewende zu diskutieren. Aus dem Bundestag waren Lars Rohwer (CDU/CSU), Mitglied im Ausschuss für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen sowie im Ausschuss für Wirtschaft und Energie, Kassem Taher Saleh (Bündnis 90/Die Grünen), Sprecher im Ausschuss für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, sowie Violetta Bock (Die Linke), Sprecherin für Wärmepolitik und stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, der Einladung zur Podiumsdiskussion gefolgt.
Positives Narrativ zur Energiewende
Im Verlauf der Veranstaltung wurde deutlich: Um die Sanierungsrate, die aktuell einen Allzeittiefpunkt erreicht hat, absehbar zu verbessern, muss konstruktiver zusammengearbeitet werden – sowohl über Partei-, als auch über Gewerke- und Branchengrenzen hinweg. Einig waren sich die Diskussionsteilnehmer auch darin, dass es gerade angesichts der ernüchternden Sanierungsrate ein gemeinsames und positives Narrativ aller demokratischen Parteien zur Energiewende brauche.
Kritisch diskutiert wurden zudem die anstehende Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) sowie die Umsetzung der Energy Performance of Buildings Directive (EPBD). Am Ende der Veranstaltung machte Prof. Dr. Holm noch einmal deutlich: Alle für eine Gebäudewende notwendigen Technologien sind längst vorhanden. Was es dringend braucht, ist jedoch der gemeinsame Wille, die Gebäudewende entschlossen in Angriff zu nehmen.
Quelle: ZVEH
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